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Von harten Kerlen und tiefen Löchern . . .

Der SPOA am SJ, technisch anspruchsvoll, im Gelände unerlässlich

1. Der Ausbau der Hinterachse und deren Umbau:

Das Fahrzeug an sich habe ich mit Handelsüblichen Böcken aus dem Baumarkt an dem hinteren Rahmen aufgebockt und zuerst Stoßdämpfer und die Achse an der Feder gelöst. Anschließend den Halter für die hintere Bremsleitung mit einer Flex durchtrennt (dieser wird später verlängert), und die Kardanwelle gelöst. Dann habe ich die Federaugen aufgemacht und die Achse heruntergeklappt. Wenn man die Achse jetzt so dreht, das sie links von der Blattfeder herunter kommt, kann man die Achse ohne die Bremsleitung zu lösen unter die Feder schieben. Dies hat entscheidende Vorteile, da diese meist abreißen und einem den Tag versauen können.

Danach habe ich mir aus dem U-Profil die neuen Böcke für die Achsaufnahme angefertigt und mit der Achse verschweißt. Allerdings sollte man die Achse so drehen, das die Kardanwelle einen möglichst kleinen Knick macht, das erhöht die Lebensdauer extrem! Wenn man sich neue anfertigt hat das den Vorteil, das sich die neue Position durch die alten ergibt, und das die Aufnahme an sich stabiler wird.

 

Um die Achse gut bewegen zu können, habe ich mit 2 Rangierwagenhebern die Achse wieder nach oben gedrückt und verschraubt. Hierbei wäre zu beachten, das man die Aufnahmeplatten vertauscht, dann passen auch die Stoßdämpfer!

Nach deren Montage habe ich noch den Halter für die hintere Bremsleitung um ca. 6cm verlängert und die Distanzscheibe in die Kardanwelle eingebaut.

Und fertig wäre die erste Achse. Die Vorderachse erfordert jedoch ein bisschen mehr Arbeit und Denksport.

2. Die Vorderachse, Lenkgestänge, Stabi, Position und Drehung:

 

Im Prinzip erfolgt der Ausbau der Vorderachse genau wie der der Hinterachse, nur das hier noch der Stabi und das Lenkgestänge raus müssen, und das statt einer zwei Bremsleitungshalter verlängert werden müssen.

Hierbei wäre vielleicht noch zu erwähnen, ich habe die Bremssättel ausgebaut und mir somit die Trennung der Bremsleitungen erspart.

 

 

 

In diesem Zustand lässt sich ohne Zweifel am Besten arbeiten.

 

 

 

Bei der Anfertigung der U-Profile bitte auf eines achten, der Achskörper auf der rechten Seite ist in diesem Bereich stärker dimensioniert als der auf der linken Seite. Wenn man dies nicht beachtet, könnte der SJ etwas schief dastehen. Auch die Vorderachse habe ich leicht gedreht, aber nur soweit, das das Verbindungsgestänge unter der Blattfeder frei laufen kann. Dreht man die Achse zu weit, passt der Sturz vorne und hinten nicht mehr und die Reifen laufen außen zu stark ab.

 

Wichtig für den Gebrauch auf der Straße oder bei der TÜV-Abnahme, saubere Arbeit und der Korrosionsschutz durch grundieren und lackieren.

 

 

 

 

Bei dem Einbau gibt es einiges zu beachten. Die Halter für die Achse müssen von links nach rechts vertauscht werden. Dadurch passen die Haltebügel nicht mehr so toll, ich habe diese etwas verbogen. Der Stabi kommt verkehrt herum wieder rein. Die Stoßdämpfer passen einwandfrei. Die Bremsleitungshalter vorne habe ich um ca. 8cm verlängert.

 

 

 

Zum Thema Lenkgestänge, meins läuft unter der Blattfeder und ist bis auf die Aufnahmen links und rechts Eigenbau.

Das Mittelstück besteht aus Vierkantprofil und ist am schwächsten Punkt noch einmal verstärkt. Erfahrungswert.

 

 

Auf diesem Bild gut zu sehen, hinten SPOA, vorne Original.

 

 

 

 

 

 

Ein erster kleiner Verschränkungstest, der Abstand der Lenkung zur Blattfeder und zum Stabi ist ausreichend.

 

Nach zahlreichen weiteren Umbauten war das zum Schluss das fertige Projekt. Hier zu sehen mit 32x11,5R15, Zyklonfilter und geschlossener Karosse.

 

 

 

 

 

 

Ein für den Leihen komplizierter Umbau, wenn man alles richtig machen will. Der 1,6l 16V Motor in dem Samurai. Hier auch gut zu sehen, die GFK-Kotflügel.

Und natürlich alles eingetragen!